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08. April 2008

FT: „Viele Verbote der CSU gefallen uns nicht“


Junge Politik:  Der 24-jährige Sebastian Wiegärtner und der 27-jährige Sebastian Körber sind die Doppelspitze der Jungen Liberalen im Kreis. Der FT sprach mit ihnen über Idealismus und die CSU.



VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED
Friederike Stark

Forchheim - Sie sind gelb, sie sind jung und alle drei heißen Sebastian: Die Spitzen der Forchheimer FDP und der Jungen Liberalen (JuLis). Sebastian Platzek, Sebastian Körber und Sebastian Wiegärtner sind alle noch keine 30 Jahre alt, aber mischen in der Kommunalpolitik schon ganz oben mit.

FDP-Mitglied Sebastian Platzek kandidierte als Oberbürgermeister für Forchheim und sitzt im Stadtrat. FDP-Mitglied und Juli-Kreisvorsitzender Sebastian Körber kandidiert im Herbst für den Landtag. Sebastian Wiegärtner, der nun im Kreistag sitzt, ist mit 24 Jahren der Jüngste in dem Dreiergespann. Er und Körber sind die Doppelspitze der elf Mitglieder starken JuLis im Kreis Forchheim. Mit den beiden Politikern sprach unsere Zeitung über die Anliegen der jungen Bürger.


Wie idealistisch muss man sein, um als junger Mann den Jungen Liberalen beizutreten, anstatt zur 400 Mitglieder starken Jungen Union zu gehen?
Sebastian Körber: Wir müssen schon einen gewissen Optimismus und Idealismus an den Tag legen. Doch letztendlich war für mich das Parteiprogramm entscheidend. Denn viele der Verbote der CSU gefallen mir nicht.


Welche sind das zum Beispiel?
Sebastian Körber, Kreisvorsitzender FDP und JuLis

Körber: In erster Linie das Rauchverbot. Wir sind dagegen, dass der Staat den Bürger und hier besonders den Gastronomen vorschreiben will, ob er eine Raucher- oder eine Nichtraucherkneipe führt. Ich bin eben gegen dieses Prinzip, dass der Staat solche Verbote ausspricht. Aber auch noch gegen viele andere Dinge, die die CSU gemacht hat. Zum Beispiel das Thema Transrapid, oder Bayern LB. Das hat die CSU viele Fehler gemacht. Deswegen passen die Liberalen besser zu mir und ich bin in die FDP eingetreten, eine Jugendgruppe der Liberalen gab es damals nämlich noch nicht. Wir haben uns erst 2005 gegründet.



Sebastian Wiegärtner: Ich habe schon kurz mit der JU geliebäugelt, aber festgestellt, dass sie mir auch zu konservativ ist. Somit blieb die FDP übrig. Und ich habe es noch nie bereut.

 

Doch wieso ist die FDP noch immer eine eher kleine Partei?Sebastian Wiegärtner, Kreisvorsitzender JuLis

Wiegärtner: Wir sprechen als Kernbotschaft manche Punkte an, die anderen vielleicht radikal vorkommen. Wir sind eben keine Volkspartei, die immer versucht, allen auf Teufel komm raus zu gefallen. Wir versprechen nicht, das alles immer gut ist. Wir sind eben ehrlich, aber gefallen dafür nicht allen.

 






Können Sie sich denn gegen die große CSU und die JU im Kreis überhaupt durchsetzen?
Wiegärtner: Ich bin schon immer der Meinung, dass man hart an sich arbeiten muss, um Ziele zu erreichen. So wie wir es im Wahlkampf getan haben. Zum Beispiel hat unsere Wahlwerbung Früchte getragen. Nicht nur, dass wir einen Platz im Stadtrat hinzugewonnen haben.
Körber: Die Kreis-FDP hat sogar zehn neue Mitglieder in vier Monaten dazubekommen und auch bei den JuLis haben wir drei neue Interessenten. Und in dieser Konstellation gibt es uns im Kreis Forchheim schließlich erst seit fünf Monaten.


Mit dieser Konstellation meinen Sie vermutlich die jungen Spitzenkandidaten auf den vorderen Listenplätzen der FDP. Wieso sind die Jungen so weit vorne?
Körber: Genau. Wir wollten einfach anders, eben jünger sein, eine Alternative bieten. Sebastian Platzek hat von Beginn seiner Kandidatur an gesagt, er möchte ein junges Team hinter sich. Es war ein Glücksfall für uns Junge, dass die Älteren ihre Plätze für uns freigemacht haben.
Wiegärtner: Der Vorstand der Kreis-FDP ist fast der Vorstand der JuLis. Das heißt aber nicht, dass wir nicht auf die Erfahrung der Älteren hören. Wir tauschen uns aus und lernen von ihnen. Ich habe zum Beispiel genau erklärt bekommen, wie es im Kreistag abläuft und welche Arbeit auf mich zukommt. Das wusste ich ja gar nicht genau.
Welche Seite macht Ihnen mehr Angst, rechts außen, also NPD, oder links außen, also Die Linke?
Wiegärtner:
Die NPD ist freilich nicht gut. Doch ich sehe die größere Gefahr für Deutschland von links außen kommen. Die haben keine Lösungsvorschläge, sondern reden polemisch daher.
Körber: Genau. Es ist lächerliche, aber leider genial verpackte Polemik. Ich sehe das genauso. Natürlich ist die NPD nicht gut, doch viele wissen, dass die NPD nichts ist. Aber die Linken sprechen die Gesellschaft an. Doch ohne konkrete Lösungsvorschläge zu haben.


Auf der Internetseite schreibt die FDP „Forchheim braucht bessere Ideen“. Welche Lösungsvorschläge haben Sie als Junge Liberale für etwaige Probleme von Forchheims Jugendlichen?
Wiegärtner: Forchheim hat für Jugendliche nichts zu bieten. Nicht mal mehr die Annanacht kann gemietet werden. Wir brauchen ein kleines Kulturzentrum für Jugendliche über 18, das flächendeckend ausgeweitet wird. Wir werden dafür auch Termine mit den Bürgermeistern der einzelnen Gemeinden ausmachen.
Körber: Die Jugendtreffs sollen sich untereinander austauschen können und zum Beispiel Mitarbeiter tauschen, wenn in einem Treff mal nicht so viel los ist, der andere aber Personal braucht. Und wir wollen weiterhin Synergieeffekte entstehen lassen, vor allem zwischen Schulen, der Wirtschaft und den Universitäten. Auch sollen vermehrt Bewerbungsseminare und Schnupperpraktika angeboten werden.


Fränkischer Tag, den 08.04.2008


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